BfR empfiehlt 250 mg Vitamin C täglich – Was Sie wissen sollten
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine wichtige Empfehlung zur sicheren Dosierung von Vitamin C in Nahrungsergänzungsmitteln veröffentlicht. Die empfohlene Höchstmenge liegt bei 250 Milligramm pro Tagesdosis. Diese wissenschaftlich fundierte Richtlinie soll Verbraucher vor einer unbeabsichtigten Überversorgung schützen und gleichzeitig eine optimale Nährstoffzufuhr gewährleisten.
Die BfR-Empfehlung im Detail: 250 mg als sicherer Richtwert
Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat nach umfassender wissenschaftlicher Bewertung 250 Milligramm Vitamin C pro Tagesdosis als Höchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel empfohlen. Diese Empfehlung basiert auf der Analyse aktueller Verzehrsdaten und berücksichtigt sowohl die Aufnahme über die normale Ernährung als auch über angereicherte Lebensmittel.
Die Festlegung dieser Höchstmenge dient dem präventiven Gesundheitsschutz und soll verhindern, dass Verbraucher unbeabsichtigt zu hohe Mengen an Vitamin C aufnehmen. Besonders relevant ist dies, da Vitamin C heute in vielen verarbeiteten Lebensmitteln als Antioxidans und Konservierungsstoff eingesetzt wird.
Unterschiedliche Bewertungen: BfR vs. EFSA
Während das BfR eine vorsichtige Herangehensweise verfolgt, sieht die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) keine bedenklichen Auswirkungen bei einer täglichen Zusatzaufnahme von bis zu 1000 Milligramm Vitamin C. Diese unterschiedlichen Bewertungen spiegeln verschiedene Bewertungsansätze wider:
- BfR-Ansatz: Präventiver Schutz vor Überversorgung unter Berücksichtigung der deutschen Ernährungsgewohnheiten
- EFSA-Ansatz: Bewertung basierend auf wissenschaftlichen Studien zu Nebenwirkungen bei hohen Dosierungen
Beide Bewertungen sind wissenschaftlich fundiert, unterscheiden sich jedoch in ihrer Herangehensweise an das Vorsorgeprinzip.
DGE-Referenzwerte: Der tägliche Grundbedarf
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) definiert den täglichen Vitamin-C-Bedarf deutlich niedriger als die BfR-Höchstmenge:
- Erwachsene Männer: 110 mg pro Tag
- Erwachsene Frauen: 95 mg pro Tag
- Schwangere: 105 mg pro Tag (ab 4. Monat)
- Stillende: 125 mg pro Tag
Diese Werte orientieren sich am physiologischen Bedarf des Körpers und können bei einer ausgewogenen Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse in der Regel über die normale Nahrung gedeckt werden.
Risikogruppen: Wann ist besondere Vorsicht geboten?
Hochdosierte Präparate über 1 Gramm täglich
Bei der Einnahme von hochdosierten Vitamin-C-Präparaten mit mehr als 1000 mg pro Tag ist besondere Vorsicht geboten. Folgende Personengruppen sollten vor der Einnahme solcher Dosierungen unbedingt ärztlichen Rat einholen:
- Personen mit Nierensteinneigung: Hohe Vitamin-C-Dosen können die Bildung von Oxalat-Nierensteinen fördern
- Menschen mit Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose): Vitamin C verstärkt die Eisenaufnahme und kann die Eisenüberladung verschlimmern
- Personen mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel: Sehr hohe Dosen können hämolytische Anämie auslösen
Praktische Tipps für Verbraucher
Optimale Dosierung finden
Für die meisten Erwachsenen ist eine Ergänzung mit 100-250 mg Vitamin C pro Tag sinnvoll und sicher. Diese Menge ergänzt eine ausgewogene Ernährung optimal, ohne das Risiko einer Überversorgung zu erhöhen.
Qualität der Nahrungsergänzungsmittel beachten
Achten Sie beim Kauf von Vitamin-C-Präparaten auf folgende Qualitätsmerkmale:
- Herstellung nach deutschen oder europäischen Qualitätsstandards
- Transparente Angabe der Inhaltsstoffe und Dosierung
- Verzicht auf unnötige Zusatzstoffe
- Regelmäßige Laborkontrollen des Herstellers
Natürliche Vitamin-C-Quellen nicht vergessen
Eine vitamin-C-reiche Ernährung bleibt die beste Grundlage für eine optimale Versorgung. Zu den besten natürlichen Quellen gehören:
- Zitrusfrüchte: Orange, Zitrone, Grapefruit
- Beeren: Sanddorn, Schwarze Johannisbeere, Erdbeeren
- Gemüse: Paprika, Brokkoli, Rosenkohl
- Kiwi und Guave: Besonders vitamin-C-reiche Früchte
Fazit: Verantwortungsvoller Umgang mit Vitamin-C-Supplementen
Die BfR-Empfehlung von 250 mg Vitamin C pro Tag in Nahrungsergänzungsmitteln bietet Verbrauchern eine wissenschaftlich fundierte Orientierungshilfe für eine sichere Supplementierung. Diese Dosierung liegt deutlich über dem täglichen Grundbedarf nach DGE und ermöglicht gleichzeitig eine optimale Versorgung ohne erhöhtes Risiko.
Für die meisten Menschen ist eine moderate Ergänzung mit 100-250 mg Vitamin C täglich eine sinnvolle Maßnahme, um die körpereigenen Funktionen zu unterstützen. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Bei der Wahl eines Vitamin-C-Präparats sollten Qualität, Dosierung und individuelle Bedürfnisse im Vordergrund stehen. Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine Beratung durch Fachpersonal oder den Hausarzt, insbesondere bei bestehenden Gesundheitsproblemen oder der Einnahme von Medikamenten.